Ländlich rustikal, aber doch fein herausgeputzt. Die Hasenpastete mit Calvados und Cidre kommt edel daher und ist ein besonders leckerer Klassiker in der Wildküche. Die Zubereitung nimmt einige Zeit in Anspruch, doch die Arbeit und das Warten lohnt sich. Ich bereite immer eine größere Menge zu, denn die Pastete hält sich gut und gerne auch ein paar Tage länger. Dazu ein selbstgemachtes Birnen-Chutney und fertig ist die leckere Vorspeise.
Zutaten:
(für 3-4 Terrinenformen)
- 1 kg Wildbret vom Hasen
- 300 g Hasenleber (ersatzweise Rehleber)
- 400 g frischer durchwachsener Speck
- 150 ml Calvados
- 100 ml Cidre
- 1 EL Thymian, gezupft
- 4 Knoblauchzehen, zerdrückt
- 1 Schalotte
- 3 TL Salz
- 1 EL Nelkenpulver
- 1 EL Pimentpulver
- 6 EL Pfeffer
- 2 Eier
- 1 Becher Creme Double
- 30 Scheiben Speck
- 100 g Schweineschmalz
Beschreibung:
Fleisch, Leber und Speck in grobe Würfel schneiden und mit dem Calvados, Cidre, Thymian, Knoblauch und der Schalotte vermischen. Im Kühlschrank 24 Stunden ziehen lassen, dann die Flüssigkeit abgießen. Alles zusammen durch den Fleischwolf drehen. Je nach Geschmack dabei die grobe oder feine Scheibe verwenden. Salz, Nelken- und Pimentpulver, Pfeffer, 2 Eier und Creme Double zur Fleischmasse geben und alles gründlich vermengen.
Terrinenformen mit Speck auslegen und mit Fleischmasse auffüllen. Gut festdrücken und mit etwas geschmolzenem Schweinschmalz auffüllen. Den Ofen auf 160 Grad vorheizen, die abgedeckte Form in ein Wasserbad stellen und dann in den Ofen schieben. Die Pastete ca. 2,5 h im Ofen garen. Terrinenform herausnehmen und mit Gewichten beschweren. Über Nacht im Kühlschrank abkühlen lassen.
Foto: Frank Braun



Bettina
Dezember 30, 2024 at 1:14 p.m.wie lange eine Hasenterrine hält, bzw. ob die sich zum einfrieren eignet? Würde mich gerne über das Rezept wagen, aber die Menge schreckt mich etwas ab.
Ilka Dorn
Juli 21, 2025 at 10:49 a.m.Natürlich kann man die Einfrieren. Das ist kein Problem. Ansonsten hält die Terrine sicherlich 3-4 Tage gut abgedeckt im Kühlschrank.
Philipp
Dezember 25, 2025 at 3:45 p.m.Ein ganz wunderbares Rezept, vielen Dank dafür.
Ich mache sie mittlerweile in einer leicht abgewandelten Form:
Statt der 3mm Scheibe (die Standard „feine“ Scheibe) verwende ich nun eine 2mm Scheibe (Fleischwolf mit Vorschneider verwenden oder vorher einmal durch die 4 oder 5mm Scheibe lassen). Die Farce/Pastete wird dadurch am Ende kompakter und feiner; man kann auf die Eier verzichten. Sie lässt sich auch besser schneiden. Einige Würfel des Hasenrückens werden nicht gewolft, sondern bleiben als „Einlage“ in der Pastete. Zudem bereite ich sie nicht als Terrine zu und nehme eine Blätterteighülle statt der Speckummantelung. Die Backzeit bleibt gleich.
Ilka Dorn
Januar 08, 2026 at 5:17 p.m.Vielen, lieben Dank für den Tipp. Eine Blätterteighülle eine gute Idee.